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culirenden Medium jede beliebige Substanz und Form wählen, die denselben am bequemsten wären; will es aber Handelsverbindungen mit der übrigen Welt unterhalten, so muß es bis auf einen gewissen Grad kostbare Metalle brauchen, weil diese allein ein circulirendes Mittel darbieten, das ihnen allen gemein ist. Je größer man den Gesammtbelauf des circulirenden Mediums in einem Lande annimmt, während die Schnelligkeit der Circulation und der Umfang seines Handels dieselben bleiben, desto weniger Werth muß irgend ein gegebener Theil desselben natürlich erhalten. Wenn z. B. der Handel eines Landes zehn Millionen circulirendes Medium erfordert, und wenn durch irgend eine mögliche Operation noch eine Million hinzugefügt werden könnte, indeß der Handel in dem vorigen Zustande bleibt; so würden die eilf Millionen gerade den Werth vorstellen, wie die zehn Millionen vorher, und jede Million und jeder Thaler derselben müssen ein Zehntel ihres Werthes verloren haben, das ist, müssen ein Zehntel weni- ger vorstellen, als vor der Vermehrung. Aber so lange das umlaufende Medium eines Landes aus kostbaren Metallen besteht, kann ein solcher Ueberfluß ihrer Quantität und die daraus folgende Verminderung ihres Werthes niemals Statt haben. Die edlen Metalle suchen, gleich jeder anderen Waare einen Markt, wo sie theuer sind, und entfernen sich von da, wo sie wenig gelten. Das Gewerbe dessen, der mit edlen Metallen handelt, läßt nie zu, daß sich ihr Werth in irgend einem Lande vermehre oder vermindre; es vertheilt ihre Quantität in jedem Lande dergestalt der Nachfrage gemäß, daß ihr Werth überall beynahe derselbe bleibt *). *) Ihr innerer Werth ist am geringsten in den Ländern, welche in unmittelbarer Verbindung mit den Bergwerken sehen; in

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