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bervor. Ungeachtet aller Einfachbeit fostet jeder Stuhl dennoch Ein Pfund acht Schillinge bey Woolley, Cabi. Det and Upholstery manufactory No. 196. Piccadilly.

Wenn man hier zu Lande nach dem Efen das Tafelzeug wegnimmt, um den Wein aufzutragen, so wird bekanntlich jedem eine Art kleiner Serviette (doyley) gegeben, worauf man das Glas fest, damit der Glanz des Mahagonytisches nicht leide: Diese Sucher haben insgemein Iroddeln und find von duns felfarbigem Baumwollenzeuge gemacht. Seit einiger Zeit hat man endere Gläser Unterlagen eingeführt. Es sind vierefte Stufe Wachsleinwand, welche von überaus verschiedenen sehr schönen Mustern find, To daß sie einem Stük Zeuge gleichen ; unten sind sie mit Boy gefüttert. Sie dauern weit långer als die gewöhnlichen. Das Duzend kostet:55, od ben Dobson No. 55. Piccadilly, new Bondstreet und in allen Baumwollenläden.

Weil Gelehrte, welche viel leren, durch den Druf der Brust und des Unterleibes am Tische oder Pulte sich oft schaden, so hat der berühmte Gcråth, fabricant Dafley in Neubondftreet einen Lefestubl nebst dazu gehörigem Buchgestell erfunden, wobey dieser Nachtheil teinesweges zu besorgen ist. Man fest fich dergestalt darauf, daß man die Behne, welche gebogen ist, vor der Brusi hat, woran sie reicht. Vor dem Ober. theile der Lehne 'ragen zwey starke Nerme hervor, welche mit demselben ungefähr einen halben Streis bila den. Der Sig ist zunächst der Lehne sehr schmal, weil er da zwischen die Schenkel tommt, vorn aber breit und bequem. Dicier sowohl als die Aerme find mit Pferdchaar fehr wohl gepolstert und mit fein jubereis tem schwarzem Leder überzogen. Hinter die Lehne ist

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rechnet; die durch allzugutes Gedeihen der Speisen hervorgebrachte Rundung wird dadurch in gehörigen Grånzen gehalten, und die verlorne Proportion wies der hergestellt. In der Eity von London, wo sich die Damen besser und sorgfältiger nåhren als in dem westlichen London, werden diese Leibchen sehr gesucht. Man schnürt sie nur bis in die Mitte ; unterhalb find Heftel mit neben einander stehenden Reihen von Ló. chern, vermoge deren man fie nach Gefallen erweis tern und verengern fann.

Corwell No. 200, Temple: bar, London verfauft crystallifirte Citronensäure, welche wie Candyzufer aussicht, und in aller Absicht die Stelle der Citro, nen vertritt. Um Limonade, Punsch u. f. w. zu maa chen, fann nichts bequemer seyn. Keine Witterung, tein Clima benimmt dieser Såure etwas von ihrer Gúte: fie ist auch wohlfeiler als Citronen und Citros nenessenz. Für Schif&capitains ist dieses Präparat eine trefliche Erfindung; auch werden diejenigen wohl thun, fich damit zu versehen, welche den Qualen der Sees tranfheit unterworfen sind, während welcher man oft Tage lang nichts als Citronensäure zu sich nch, men kann.

In den neuesten Papiertapeten ist ungemein viel grún; meistens find fie' mit Spalieren und Weinlaub, mit Felsen und wilden Nanten bemahlt und von billi. gen Preisen. Die schönsten Muster sieht man im Strande und in Neubondftreet.

Die neuesten Ernstallglasbouteillen sind sehr prachts soll. Sie sind durchaus in viele Facetten geschliffen, bejonders der Stopreifnopf, welcher von der Grofie einer mittleren Zwiebel, und so schön geschnitten ist, daß er wie cin Brillant funkelnde Strahlen wirft.

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London gebracht wird, und mithin nur wenig kostet. Ueberdiß trinfen die vielen Auslander in London ings gemein piel lieber Caffee als Thee. Da nun mams reu Rolli's Efen; gar nicht übel schmeft, woraus fie auch immer bestchen mag; fo ist zu vermuthen, daß fie in Kurzem ein beträchtliches Vermogen dadurch erwerben werde.

Obgleich die schwarzen PatentSpigen-Enveloppen schon voriges Fahr in England auffamen, so find sie doch erst im Bersoffenen Sommer recht Mode worden. Es ist befannt, daß bisher in England feine Spigenden Brüfeler Points gleichkommen fonnten, und es pflegten ungeheure Summen dorthin für Spigen zu gehen. Aber die erwähnten neuen englischen Patentspis jen sind so vorzüglich schön, daß sie von vielen Frauenzimmern den Brüfelern vorgezogen werden. Auf einem weifen Anzuge nchmen fie fich vortreflich aus, wie denn die Damen wissen, daß nichts so fehr puzt als feis no Spizen. Man fauft fie theuer und wohlfeil, von zwey bis sieben Guincen. Gegenwärtig begegnet man in London teinein wohlgefleideten Frauenzimmer, die nicht weiß gefleidet wäre, und eine schwarze Patents mantile trüge. Sie sind rehr gut zu haben bey Mars riot, manufacturer of Patent Lace and all kinds of Net Work Nro. 30. Southamptonstreet, Coventgarden.

Zu den Strohhüten der Damen hat die Mode bereits wieder eine Menge Zusáze gemacht. Man förbt jegt die Strohblumen, wovon wir unsångst spras chen, braun, gelb, und blau. Sehr, anspruchlos und gefällig find die kleinen Hüte aus schwarzgefärbtem Stroh, welche eine Guirlande von gelben und schwarjen Strohblumen haben. Ganz neu find die blauen

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