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Ein paar Shuren davon ben einem Parfumeur findet man sehr schöne Riect buchschen: allein man pertauft diese in allen Parfumeurgewölbern. Es wurs de einen ziemlichen Raum erfordern, die schönen Formen dieser Damenbedürfnisse zu schildern ; fic find überaus verschieden und ein Buchschen immer reis gender als das andere. Mehrentheils sind sie von Silber und start vergoldet. Sie haben gedoppelten Defel. Inwendig befindet sich der Riccawamm, welcher mit Aromatischem Efig *) getrånft wird, in ciner fleinen Capsel, die einen durchbrochenen ziers lich gearbeiteten Defel hat; dieser ist von dem äussern Herschieden, welcher das Ganze schließt und den Duft des Efigs nicht verfiegen låßt.

nicht verfliegen lågt. Man fann tein er. trågliches Riechbüchschen (scent-box) unter is Schil, lingen haben; die Preise derselben steigen aber auf wärts bis zehn Guincen, wie man sie ben den großen Juwelirern im Qofquartiere von London findet. Dies re Kleinigkeiten gehören zu den glúklichsten Arbeiten der Londner Silberschmiede und scheinen mit Liebe pon ihnen verfertiget ju werden. Die Flacons find po gemein worden und wegen ihrer Grosse so unbes quem, daß fie jeft in der reichen Welt dicsen Büchsa chen weichen müssen.

Wenn die Fleinen Englischen Erd- und Himmels. tugeln nicht zu theuer wåren, (gewöhnlich zwey bis drey Guineen) fo fónnte man sie ihrer Bequemlichkeit wegen jedem jungen Menschen empfehlen, dem e$ doch nur mehr um aufere Umrisse im Grossen zu thun feon muß, als um Genauigteit in einzelnen Theilen,

*) pran fauft den aromatic vinegar fast in alien Apotheter.

låven (chemist): rebr qut ift er in Newbondstreet und No. 100, Otrand bey Williams zu befommen.

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ten; der Capitán fann darnach ohne weitere Mühe die Guter, den Bauast oder das Trinkwasser vers stauen *). Eonducteurs, Bergleute, Baumeister zi. sollten sie eben so gut brauchen fónnen.

Der obencrwähnte Blades macht sehr gute Tois lettenfasten für Damen (dressing-cases) zu vierthalb Guineen. Wenn unsre Frauenzimmer auf dem festen Lande verrcisen, fo paken sie ihren Puder und Kamme, oder ihre guten Perrufen, Essenzen, Salben, Zahnpulver, Roth und Weiß, und manche andre Toilet, tenbedürfnife, wovon nur die Unart Öffentlich spricht, auf irgend eine Art, so gut es gehen will, zusams men; blog die Vernehmeren haben besondre Behålts nisse daju. In England aber hat jede Person, månna lichen und weiblichen Gerdylechts, bis auf die niedrigsten Stånde, ein långst eingeführtes Behåltniß dafür, a dressingcase, das bald mehr bald weniger foftet, nachdem c6 aus japanirtem Bleche oder Mabagony ist. Seitdem die Männer den spaarpuder verabschiedet baben, sind zwar diese Kaften bey ihnen kleiner ges worden, aber weil bekanntlich fast Jedermann in Eng, land fich rellist rajirt, und weil das täglich ohne Aus. nahme geschehen muß, 10 hat man immer etwas åbna liches auf die Weise bey fich. Die Toilettenfasten der Damen haben allezeit schöne Spiegel, und find sonst nach der befannten Englischen Art vollständig mit allem versehen, was der Eigensinn der laufenden Zeit zum Berichonern fodert. Man tauft sie eigentlich bey den Parfumeurs, die von der Toilette leben, und daher auf derselben so viel Bedürfnisse als möglich unent, behrlich zu machen flichen.

Noch immer sind die schwar; fafirten Stühle mit Parfen Vergoldungen und geflochtenen Sizen die

*) D. h. die Ladung eines Schiffes zwefmafig anordnen.

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