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beit nicht der Maasstab des Werthes seyn kann, wie Adam Smith und andre nach ihm angenommen haben, weil die Arbeit, ebenso wie die Waaren, mit der Nachfrage steigen und fallen, da doch das, was einen Maasstab abgeben soll, in seinem Wesen unveränderlich seyn muß. Er glaubt daher, daß nichts vorhanden sey, was einen wahren bestimmten Werth besitze, sondern daß der Werth einer jeden Waare auf der Menge dersel-, ben und auf der Nachfrage beruhe. Sodann prüft er eine bisher angenommene Meynung, daß Nationalreichthum der Gesammtbelauf des Vermögens der einzelnen Personen im Staate sey. Er thut dar, daß, da die Summe des individuellen Reichthums sich auf den Werth der Waaren gründet, aus denen das Vermögen eines jeden zu der gegebenen Zeit besteht, und da bewiesenermassen der Werth auf dem Grade der Seltenheit beruhet, in welchem die Waaren zu haben sind, diese Summe kein Maaß des Nationalreichthums abgeben kann, welcher letztere eine Menge aller dieser Waaren unabhängig von ihrem augenblicklichen Werthe voraussetzt. Er untersucht ferner: was sind die Quellen des Nationalreichthums? Land, Arbeit und Capital. Seine Betrachtungen über jeden von diesen Puncten sind ungemein interessant, und viele seiner Ansichten ganz neu. Er verwirft Smiths Lehre von unproductiver Arbeit, und beweißt genugthuend, daß, wenn man ein Capital dergestalt anlegt, daß es einen Gewinn abwirft, derselbe unveränderlich aus zwey Quellen herfließt: I. Entweder wird ein Theil der Arbeit unnöthig gemacht, welche außerdem Menschenhände verrichten müßten. 2. Oder es wird ein Theil der Arbeit verrichtet, welche für die körperlichen Kräfte eines Menschen zu schwer ist.

Im folgenden Kapitel handelt er die Frage ab, ob

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