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nem andern Theile von Paris haben, hier unter den bedeckten Gängen noch einen kleinen Laden halten.

(I. 21o). Ein Ausländer würde vermuthlich glauben, man hätte ihn zum Thee eingeladen, wenn er ein Billet wie folgendes bekömmt: Madame R– prie Monsieur B– de lui faire l'honneur de venir authé qu'elle doit donner le 5 de ce mois. Wenigstens gieng mir es so mit einer ähnlichen Einladung, die ich erhielt, und ich wollte mich eben entschuldigen lassen, als ich hörte, daß ein the eine Art von Abendgesellschaft wäre, die gemeiniglich nach den Vorstellungen in den vornehmsten Theatern anfinge, und sich mit kräftigen Erfrischungen endigte.

Als ich daher letzthin aus der Oper kam, begab ich mich nach der Wohnung der Dame, die mich eingeladen hatte, und traf dort um Mitternacht ein, welches zufälligerweise gerade die rechte Zeit war. Wie gewöhnlich wurde gespielt, doch ohne Zwang, denn da diese Dame nicht nöthig hatte aus den Karten ein Finanzmittel zu machen, so ließ sie sich die Kartentische wenig oder gar nicht angelegen seyn. Sie war selbst eine sehr angenehme geistvolle Frau, und hatte eine Menge Personen beyderley Geschlechts von ihrem eigenen Gepräge eingeladen, so daß die Unterhaltung mit ungemeiner Lebhaftigkeit bis nach Ein Uhr währte, da Thee und Caffee herumgegeben wurden. Hierauf folgten Eiß, kleine Pasteten, Schinken und Butterbrod, - und allerley Leckereyen, die man mit kalter Küche aufträgt, nebst mehrern Arten von Weinen und feinen Wassern. Doch kann nach der Meinung einiger Gaumkitzler in Paris kein Thé vollkommen seyn, wenn nicht etwas hinzu kommt, das man hier für eine völlige Nachahmung der modischen Bewirthung in England hält. Dieß ist heißer Punsch.

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