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Englischer Kunstfleiß S. 1. er bekommt jezt einen Anstrich von

dem friegerischen Geiste, der das Land beseelt S. 2. Neue Art, Feldequipagen zu pacen Wagen zum geschwinden Fortschaffen der Soldaten militairisdie Knórfe S. 4. Halbs hemden für Soldaten S. 5. Einzelne nemdenhålse zum Ans Frópfen S. 6. Kriegerischer Frauenrut S.7. Flinten, Cas nonen !c. für Haarnadeln , Ohrgebenfe in Gestalt der Helme und Sditde, ytáblerne Schwerdter für den Haarpun nenie Salzfaser aus Filigran S. 8. Zeiden des wieder auflebens den Tabaksrauchen in England eine neue rothliche Modes farbe für seidene Strümpfe, Handschuh u. Š. 9. Ganz eins fadie Stronyüte -- vierte Verbesserung des Querfzeuges zum Spalten der Strohhalme für Hüte S. 10. (Soline deste für den Kopfichmuc - gesponnene seidne Strümrfe von fünfer: levy Sorten Verschönerung der tragbaren Sareiverulte S. 11. Bandyke Pantalons S. 12. Kleine Taschenbútlen für Gartons kinåule - Eyerbecher aus geichliffenem Glaie Wije's elastijde ståhlerne Meißfedern nelie Kieselvrillen C. 13. neue dauerhafte Pantoions - MacArthurs p!ussich: ten auf eine unermeßliche Zufuhr feiner Wolle aus Siidwals lis und folglid) auf die gänzlidre Entbehrung der franiiden S. 14.. Auszüge aus Vroughain's Weit: iter die Colonials Politit der europäischen Mächte S. 20. Anecdoten ; Selinung eines áußerst wilden Hengstes S. 43. Vorempfundener Tod

entseõlider Selbstmord S. 44. Glüctliche Finanzspeculas tion eines alten Kutschers S. 45. Madt des (Sewijiens Muth eines Straßenraubers S. 46. Proglider Tod eines Predigers auf der Fianzel S. 47. Begattung der Saninden mit den hatten - Entlarvung eines Betrügers S. 48. Dieberer eines Z01/hauswamters glúdlid gewählter Tert zu einer Predigt S.49. Diebstahl in der Oper Š. 50. Wollenfest in Loughborough S.51. Bevipiel eines schåndlichen Geiges S. 52. Seltsamer Diebstahl – Horzeitreyer eines Londner Kothfárs ners S. 53. Ein Mörder entgeht seiner Strafe nicht S. 57. Literarijde Neuigkeiten: Momney's Leben von Harley — Nos binjons Handbuch der griedischen Alterthümer zwenter Theil von Barrows Neijen im südlichen Afrika; desselben Wert über China; vende Werke von Hüttner übersezt S. 56. Giffords Antifritif; chinesisches Evangelistarium, Sir G. Staunton, Anderson, Karamsin, Chr. Aug. Fischer, Kútts. ner, Domeier , Prof. Fischer, D. Willich. Fråulein Nina D'Aubigny von Engelbrunner, H. Obersteiger Brendel, Legas tionsrath Gebhardt, Graf Brúvi, deutscher Lebrer an der Mis litairacaseinie S. 57. Neue Erfindungen : Seespencer S. 60. Thran ein vortreflicher Dünger – großer Werth der Eisens bahnen - Mitte! wider den Staubbrand S. 61. Nener Hahn für Bogelflinten u. f. w. Gallerie des Grafen v. Truchreß

zwer Nummern mit Proben der Polyantograrbie S. 62. Neues Panorama von Roin Smirke's vier englische Sees flege der verliebte Löwe von Northcothe S. 63. Neue Buder im August S. 66.

Englischer Kunst fleiß. Ein Drang vou auffen erzeugt allezeit Hiußliche Eintracht. Die nordamerikanischen Staaten waren vor ihrem Abfalle åußerst eifersüchtig aufeinander: Gross britannien konnte sie nicht anders als mit Gewalt das hin bringen, daß sie sich nur einigermaßen wider Frank: reich und ihre wilden Nachbarn verbanden. Nod) ets lide Monate vor dem Ausbruche der ersten Mishelliga keiten versicherte Franklin, daß nichts als der ausges maç teste Despotismus der Regierung die inneren Streis tigkeiten der amerikanischen Staaten zu dåmpfen und sie gegen das Mutterland zu vereinigen im Stande seyn würde. Da aber kurz nachher das englische Ministes' rium unklugerweise in einer Maasregel beharrete, die den Nordamerikanern gehårlig war; so brachte der vers meinte Drucť die sämmtlichen Colonien in Harnisch. Die Welt sau mit Erstaunen ein Volk von Ackerbauern zu den Waffen greifen, fich einmüthig die Hände reichen und das Unmöglidhe thun. In Grosbritannien hat sich dieses, intereßante Schauspiel seit wenigen Monaten er: neuert. Eine Nation, die gröstentheils dem Handel, dem Kunftfleiße, dem Ad'erbau und dem Lurus lebt, erscheint plötzlich in Nüftung, und bereit den übermů'thigen Feind zurückzutreiben, der seinen Sdaaren schon Anweisungen auf die englijden Schätze und Ländereyen ausgestellt hat, ehe noch die Flotte zur angedroheten Landung vollendet ist. Mensdien, die sonst unaufhör: lich in heftige Parthenen getheilt sind, vergessen auf einmal allen Parthengeist und sammeln sich um den Thron ibres tugendhaften Monarchen. Prinzen treten mit geEngl. Miscellen Xlll. I.

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meinen Soldaten in eine Reihe; ausruhende Staatsmåns ner verlassen ihre Abgezogenheit und lernen den Gebrauch der Waffen ; Rechtsgelehrte vertauschen ihre schwarzen Talare mit rothen Róden und Musketen; ja wir has ben sogar den seltenen Anblick eines Regiments von Weis bern %). Zu den Waffen! ist die allgemeine losung. Die ganze brittische Nation ist jekt Ein Herz und Eine Seele. Außer den Freywilligen, die sich aus eigenen Mitteln bewaffnen, haben sich noch so viele andre ges meldet, denen man Gewehr reichen muß, daß nach Ers sch&pfung der Zeughåuser, ein gutes Drittel auf die neuen Lieferungen der Gewehrfabriken in Birmingham und Sheffield warten muß.

Unmöglich konnte der englische Kunstfleis seinen als ten friedlichen Gang fortgehen, ohne ebenfalls von dies fem allgemeinen kriegerischen Geiste ergriffen zu werden. Nein! er hat einen so starken Anstrich davon bekommen, daß London und die andern großen Städte der Insel fast mit Märkten bey Lågern verglichen werden können. Ses des wirkliche Kriegsbedürfniß und alles, wodurch man das Leben iin Felde erträglicher machen kann, wird jekt in tausend Gestalten verfertiget und ausgeboten. Jeder fadenhåndler will etwas feilbieten, das geradezu oder nebenher im Felbe von Nutzen seyn kann. 2er nur den entferntesten Zusammenhang seiner Waare mit dem Kriegsa *) Der Herzog von Clarence, britter Sohn des Königs ,

hat sich als Gemeiner unter die Frenwiligen begeben ; gord Grenville und Herr Pitt errichten eigene Regimens ter ; der Gerichtsredner Erstine ist Obrister des Corps der Londner Rechtsgelehrten; und Laby Jerningham ift die patriotische Dame, welche sich an die Spike vpn 600 Frauenzimmern stellen will, um mit ihnen ben einem feindlichen Einfalle das Vieh von den Küsten landeine várts zu treiben.

leben geltend zu machen weiß, der hat jest doppelten Berdienst. Es ist åußerst interessant, die mannigfaltis gen Arten zu bemerken, wie die verschiedenen mechanis schen Künste eine so vortrefliche Gelegenheit zu ihrem Vortheile benußen. Die langen fondner Straßen, wo in der Regel faden an faden stoßt, zeigen das Wort military bor unendlich vielen Sachen, die nicht wissen, wie sie bazu kommen. Man kann leicht denken, daß die Handwerker, welche unmittelbar für den Soldaten arbeiten, dabey am meisten gewinnen. Schneider, Schus ster, Büchsenschafter, Helmmacher, Hosenschneider, Schwerdtfeger, Mobilienfabrikanten , Knopfgießer, Fes derbuschweiber, Halsbindennåhterinnen, Lederarbeiter, Toffermacher, die Schaar der Wasserfesten låden, die Arzneygewölbe und hundert andre scheinen gegenwärtig gar keine andre Kunden zu haben, als Soldaten, Mis liz, Freywillige, Veomen, Fencibles u. s. w. In jes dem Laden hången måhtige Zettel, wo militärisdie Bes dürfnisse und Bequemlichkeiten angepriesen werden und das Wort military in stattlicher Fractur ist auch den blødesten Augen unterscheidbar. Unter andern lassen die Buchhåndler ihr patriotisches Licht hell brennen; in ihTen Fenstern wimmelt es von Anweisungen zum Ererciren, Unleitungen zu den Pflichten eines Offiziers, Handbüchern für Feldårzte, Vademecums får Canoniers, Geschichten von blutigen Feldzügen und endlich von pas triotischen Aufrufen ans Volk und Kriegsgesången auf langen aufgepappten Zetteln. Die glänzendste Rolle spielen alle Kupferstichhåndler; denn die Spottbilder auf Bonaparte und seine Landung, welche man bey iha nen findet, sind wirklich unzählbar ; daneben verkaufen fie eine Menge Blätter, auf denen die Stellungen und Randgriffe zum Besten der anzulernenden Volontairs

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